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	<description>by a capital lady moose</description>
	<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 19:41:01 +0000</pubDate>
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		<title>Sozialismus als Pseudoreligion</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Nov 2008 19:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Alethiology]]></category>

		<category><![CDATA[Allotheism]]></category>

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		<description><![CDATA[	Es war einmal &#8230; ein slowenisches Blog, auf dem sich ein Kommentator die Handschuhe auszog, bevor er mir erkl&#228;rte, meine Behauptung, Sozialismus in Jugoslawien w&#228;re eine Pseudoreligion gewesen, sei schlicht und einfach Mumpitz. Damals hatte ich keine Zeit und keine Lust, Argumente f&#252;r meine Behauptung aufzutischen, auch tut frau auf einem fremden Blog (von einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Es war einmal &#8230; <a href="http://dronyx.wordpress.com/"><span style="color: blue;">ein slowenisches Blog</span></a>, auf dem sich ein Kommentator die Handschuhe auszog, bevor er mir erkl&#228;rte, meine Behauptung, Sozialismus in Jugoslawien w&#228;re eine Pseudoreligion gewesen, sei schlicht und einfach Mumpitz. Damals hatte ich keine Zeit und keine Lust, Argumente f&#252;r meine Behauptung aufzutischen, auch tut frau auf einem fremden Blog (von einem netten Herrn dazu) keine gro&#223;en Auftritte hinlegen, deswegen habe ich mir die Erkl&#228;rung f&#252;r sp&#228;ter aufgehoben. Jetzt, zum Beispiel. Tut mir leid, wenn die Leute von damals eventuell kein Deutsch verstehen: heute ist mein Deutschtag.<br />
Ich m&#246;chte also einen kurzen Vergleich zwischen der Religion im Allgemeinen und dem von mir erlebten jugoslawischen Sozialismus ziehen, um zu &#252;berpr&#252;fen, ob man Sozialismus eventuell mit Recht als Pseudoreligion bezeichnen kann. Den Rahmen f&#252;r meine &#220;berlegungen konnte ich einem netten B&#252;chlein entnehmen. In seinem <em>Manifest des evolution&#228;ren Humanismus</em> (Alibri 2006) w&#228;hlt Michael Schmidt-Salomon ab Seite 61 als Antwort auf die Frage, warum Religionen bis heute eine so bedeutende Rolle spielen, das <em>evolutionsbiologische</em> Argument als die beste Erkl&#228;rung:</span></p>

	<p><p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><br />
&#8222;Evolutionsbiologisch l&#228;sst sich &#8222;Gott&#8220; als ein &#8222;imagin&#228;res Alpham&#228;nnchen&#8220; beschreiben, eine typische Primatenhirn-Konstruktion, die sich u.a. deshalb etablieren konnte, weil sie einigen Mitgliedern unserer Spezies deutliche Vorteile im Kampf um die Ressourcen verschaffte.&#8220; (Schmidt-Salomon ebda., 61 ff.)</span></p>

	<p><p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"><br />
Ein passender Ansatz, finde ich. Das Alpham&#228;nnchen, das hatten wir ja, damals in Jugoslawien. Schon w&#228;hrend des 2. Weltkrieges wurde <a href="http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/TitoJosipBroz/"><span style="color: blue;">Genosse Tito</span></a> zum Revolutionsf&#252;hrer ernannt und sp&#228;ter mit allen Ehren &#252;bersch&#252;ttet, die wohl damals in den siegreichen sozialistischen Diktaturen &#252;blich waren. Westluxus, w&#252;rde ich sagen. Veranstaltungen und Rituale zur h&#246;heren Ehre Titos: zusammenfassend kann man sagen, dass es in Jugoslawien eine <a href="http://www.titoville.com/po-jugi.html"><span style="color: blue;">Tito-Verehrungsreligion</span></a> gab, bei der einer irdischen Figur durch die grenzenlose Verehrung zu einer fast au&#223;erirdischen Macht und Position im Alltag und in der Phantasie des Volkes verholfen wurde. Ich nehme an, diese Verehrung hatte ihre gestalterischen Grenzen: schlie&#223;lich waren &#252;berirdische M&#228;chte als Opium f&#252;r das Volk verp&#246;nt und man musste vorsichtig sein, um nicht zu sehr in die N&#228;he der gef&#228;hrlichen Schw&#228;rmerei zu r&#252;cken, welche sich &#252;ber ferne, nie gesehene Wunder und Geschehnisse erg&#246;tzt.</span><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> Nein, Titos Macht war von dieser Welt, aber seine Verehrer verausgabten sich sehr, um ihre Zuneigung zu zeigen, wenn auch nicht immer aus Verblendung und uneigenn&#252;tzig.<br />
Als das jugoslawische Alpham&#228;nnchen hatte Marschall <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Josip_Broz_Tito"><span style="color: blue;">Josip Broz Tito</span></a> eine ganze Schar treuer Ergebener unter sich, die die sozialistische Leiter nach allen Regeln der sozialistischen Kunst zu erklimmen versuchten, um n&#228;her an der Quelle der Macht und der Ressourcen zu sein und um durch diese N&#228;he ihre relative Macht auf Erden zu steigern. Und, davon redet man noch heute nicht allzu oft und allzu gern, nat&#252;rlich wurden Ungl&#228;ubige und Abweichler bestraft, manche lie&#223;en ihr Leben wegen ihrem mangelnden Glauben an ihren <a href="http://www.titoville.com/voditelji.html"><span style="color: blue;">Gott in Belgrad</span></a> oder seine omnipr&#228;senten Priester. Zu einem strengen sozialistischen Gottvater geh&#246;rt selbstverst&#228;ndlich auch eine zu gehorchende Priesterschaft als hierarchisches System mit entsprechenden Geboten, mit Deutungshoheit und Regelungsvormacht.</span><br />
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Wenn wir uns also fragen wollen, wie wohl die ganze Mehrheit trotz Bestrafungen ihre Religionstreue aufrecht erhalten konnte, k&#246;nnen wir uns wieder an den interessanten Herrn Schmidt-Salomon und seine kritische Darstellung der Religion wenden. So finden wir auf Seite 53 ff. eine Beschreibung des religi&#246;sen Denkens, wie es der Masse angeboten und von ihr gelebt wird, in drei Punkten dargestellt. Diese sind vor allem deswegen interessant, weil der jugoslawische Sozialismus an seiner Oberfl&#228;che teilweise in wichtigen Punkten davon abweicht und sie, tiefer betrachtet, dennoch erf&#252;llt. Die drei Punkte w&#228;ren, kurz zusammengefasst:</span></p></p>

	<p><ul type="disc"><br />
<li class="MsoNormal"><span style="text-decoration: underline;"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Religi&#246;ses Denken schwindelt</span></span><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> bei Erkl&#228;rungen, in dem es menschliche      Wirklichkeitsbeschreibungen (Gesellschaft, Wirtschaft, Soziologie&#8230;) durch      scheinbare Argumente aus einer &#8222;h&#246;heren&#8220; Ebene (Schicksal, Vorsehung,      Gottes Willen&#8230;) zu ersetzen versucht.<br />
Nun waren Kategorien wie Schicksal      und Gottes Willen usw. in Sozialismus wegen ihres unirdischen Bezugs und      mangelnder menschlicher Logik verp&#246;nt, allerdings wurden sie durch      Realit&#228;tstermini ersetzt, welche den Realit&#228;tsbezug oft nur vorgaukelten:      erfolgreiche Planwirtschaft, der bessere sozialistische Mensch, die      liebenden jugoslawischen Bruderv&#246;lker&#8230; Der ganze Diskurs bestand      vorwiegend aus irdischen Worth&#252;lsen, die ihren Adressaten ziemlich viel      Glauben abverlangten, in diesem religi&#246;sen Sinne, wo man an etwas glauben      soll, was man nie wirklich gesehen hat oder was nur oberfl&#228;chlich, ohne Wirklichkeitsbezug      konstruiert wurde.</span></li><br />
<li class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Religi&#246;ses Denken kann durch seine <span style="text-decoration: underline;">jenseitigen      Argumente</span> beliebige Argumentationen gewinnen, gegen die dann mit      menschlichen Argumenten nichts auszurichten ist.<br />
Wie gesagt, mit      wirklichem, biblischen Jenseits hatte der jugoslawische Sozialismus nichts      zu tun, daf&#252;r wurde eine &#252;bergelagerte Realit&#228;tsschicht aus vorgenannten      leeren, aber ideologisch kraftvollen Termini geschaffen, die auch eine Art      Jenseits bildete, ein jenseitiges Diesseits von Gut und B&#246;se, von einem      Gott in Belgrad und seinem gesegneten Volk. Auf dieser Ebene, vor allem      aber durch die aufgezwungenen Machtverh&#228;ltnisse, kamen realit&#228;tsnahe,      menschliche Argumente wohl allzu oft zu kurz und man musste die      unertr&#228;gliche Leichtigkeit des Scheins erlernen.</span></li><br />
<li class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Religionen sind eng mit <span style="text-decoration: underline;">autorit&#228;ren Strukturen</span> verbunden, vor allem wichtig ist auch das manifestierte richtige Denken,      das diese Strukturen verinnerlicht hat.<br />
Auch unser Sozialismus duldete      keine Kritik, eventuelle &#196;nderungen gingen meistens von Vertretern des      sozialitischen Gottes aus und wehe dem, der nicht schnell genug von ihnen      erfuhr oder sie nicht zu glauben vermochte! F&#252;r Ungl&#228;ubige gab es H&#246;lle      auf Erden, wie zum Beispiel die Insel <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goli_otok"><span style="color: blue;">Goli      otok</span></a> mit ihrem Gef&#228;ngnis f&#252;r Abweichler und (vermeintliche)      Gegner der erl&#246;senden Tito-Religion.</span></li><br />
</ul></p>
	<p><p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Nun k&#246;nnte ich noch viele Aspekte aus dem oben genannten Buch zitieren und sie mit dem gelebten Sozialismus vergleichen, aber ich denke, die dargestellten Vergleiche sind aussagekr&#228;ftig genug und k&#246;nnten theoretisch zu weiterf&#252;hrendem Nachdenken verhelfen.</span></p><br />
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;">Vielleicht soll man nicht vergessen, dass viele Religionen und die ehemaligen Sozialismusauspr&#228;gungen auch was Anderes gemeinsam haben: die unglaublichen Mengen von Angeh&#246;rigen, die vom Glauben abgefallen sind und aus ihrer &#8222;Kirche&#8220; ausgetreten sind. Zumindest den Osteuropasozialismus haben sie wohl auch durch den Verzicht darauf auf die Knie gezwungen, obwohl mich immer noch ernsthafte Zweifel ob der Motivation der Eisenvorhangniederrei&#223;er plagen: wollten wir vor allem Wohlstand oder Freiheit und Demokratie? Sind wir durch unsere jahrelange Pseudoreligion &#252;berhaupt imstande, demokratisch und klar zu denken?</span></p><br />
<p class="MsoNormal"><span style="font-size: 13pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;;"> </span></p></p>
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		<title>A Letter To A &#8230; Friend</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 20:36:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ad baculum]]></category>

		<category><![CDATA[Allotheism]]></category>

		<category><![CDATA[Antephialtic]]></category>

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		<description><![CDATA[	Dear  GoogleTM!

	They do say, more and more often, you probably want to know everything about me and then sell the knowledge, like a close relative would. Well, if you really feel like, say, my big brother, then your primary duty would be to protect me, don&#8217;t you agree? Maybe, when all is said and [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><p class="MsoNormal"><span lang="EN-GB">Dear <span> </span></span><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: #0070c0;">G</span></strong><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: red;">o</span></strong><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: yellow;">o</span></strong><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: #0070c0;">g</span></strong><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: #00b050;">l</span></strong><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%; font-family: &quot;Arial Narrow&quot;,&quot;sans-serif&quot;; color: red;">e</span></strong><sup><span lang="EN-GB">TM</span></sup><strong><span style="font-size: 16pt; line-height: 115%;" lang="EN-GB">!</span></strong></p></p>

	<p><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB">They do say, more and more often, you probably want to know everything about me and then sell the knowledge, like a close relative would. Well, if you really feel like, say, my big brother, then your primary duty would be to protect me, don&#8217;t you agree? Maybe, when all is said and done, this is actually your honest intent, we&#8217;ll see about that.<br />
But let&#8217;s set some things straight first: since I may have involuntarily entrusted many a secret upon you, you may be a bit confused and still not know enough about me to discern when &#038; where this particular damsel is or is not going to encounter any serious distress in form of need or desire, to speak commercially.</span><br />
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB">Let me whisper it into your &#8230; <span style="color: red;">e</span><span style="color: yellow;">e</span><span style="color: #0070c0;">e</span><span style="color: #00b050;">e</span><span style="color: red;">e<span style="color: #993366;">a</span><span style="color: #00ffff;">r</span></span>s, then, and help you decide.</span></p></p>

	<p><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB">First of all: forget all about a new health insurance for me. I am well insured, thank you brother, and I don&#8217;t intend to do any insurance hopping soon so you may as well stop offering me one every time I type anything like <em>http:</em> and the rest in my trusty Firefox. I bet they told you over at Facebook I was a freelancer, so much about data protection, but let me just repeat: <em>I.do.no.need.a.health.insurance</em>. OK?!</span><span lang="EN-GB"><br />
Second: I&#8217;ll never forgive you for all those BB-catalogues telling me, basically, it is high time to express my larger self. Never!<br />
Third: Due to my work I do much internet research (and gain some weight, yeah, but we&#8217;ve done with that) and consequently, many of the things I search for have nothing to do with me. A steamed bear would be a case in point. Most chosen French wines and fine foods belong to this category, too. I&#8217;ll have you know I am a simple soup-and-salad-loving vegetarian and, yes, I do have a wok already, thank you. Other things I don&#8217;t particularly care for are: expensive cosmetics containing microorganisms from secret places, dust-attracting kitchen utensils like mincers, ice boxes for my car or waterproof CD players etc. etc.<br />
Yes, I have been penny-pinching recently, but don&#8217;t start with any saving schemes, <em>show some taste</em>!</span></p>

	<p><p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB">I may as well be honest with you: if I do need something, I usually don&#8217;t google. I don&#8217;t know why. Maybe because Yahoo!<sup>TM</sup> was my first love and old browsers do not die easily?<br />
So now that you know you cannot rely on any stored data on my internet surfing behaviour to sell as a profile, I may as well tell you what I would love you to know about me: I think I caught a worm by the simple act of surfing last time. How about hunting those criminals and creating their internet profiles?<img src="?" alt="" border="0" /><br />
Thank you! (And no, I don&#8217;t need a super-duper brand new antivirus software.)</span></p>
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		<title>Der Herr Lehmann</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 17:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Adoxography]]></category>

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		<description><![CDATA[	Der M&#228;nnerbereich war dort mit einem gro&#223;en Piktogramm und der Signalfarbe Blau ausgewiesen, und das war auch gut so, denn Herr Lehmann hatte vor allem davor Angst, aus Versehen in den Frauen-Umkleidebereich zu gehen und dort des Spanner- und Lustmolchtums bezichtigt zu werden, gerade jetzt zog dieses Bild in einer Art Wach-Alptraum durch sein Bewu&#223;tsein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p><em>Der M&#228;nnerbereich war dort mit einem gro&#223;en Piktogramm und der Signalfarbe Blau ausgewiesen, und das war auch gut so, denn Herr Lehmann hatte vor allem davor Angst, aus Versehen in den Frauen-Umkleidebereich zu gehen und dort des Spanner- und Lustmolchtums bezichtigt zu werden, gerade jetzt zog dieses Bild in einer Art Wach-Alptraum durch sein Bewu&#223;tsein und lie&#223; ihn erschaudern.</em> (Sven Regener: Herr Lehmann, S. 68)</p>

	<p>Fast k&#246;nnte man meinen Sven Regener hat eine Sprachform gew&#228;hlt, die seine Leser bei ihrem Leselustmolchtum hindern soll: eingeschobene Kurzs&#228;tze, verschachtelte S&#228;tze, wie beil&#228;ufig eingef&#252;gte Erinnerungen, Kurzgedanken&#8230; So muss man sich schon beim Befolgen M&#252;he geben und mitgehen, wohin Herr Lehmann geht, zur&#252;ck kommen, wenn er will, und das alles auch v&#246;llig normal finden. Tut man auch. Mit gro&#223;er Freude. Und so kommt es dann, dass man irgendwann in einem t&#252;rkischen Imbiss sitzt und bald das Ende einer eher romantischen Geschichte erleben darf.</p>

	<p>Auch wenn man also sein Spannertum links liegen lassen muss und alles seine Grenzen hat und eine gewisse Distanz herrscht, so ist man dennoch nicht davor gefeit, von Katrin entt&#228;uscht zu sein: Wie wird aus einem, tja, rassigen Weib?, ein ganz gew&#246;hnliches M&#228;del mit typischen Frauenspr&#252;chen und dem Fanta-Rainer zur Seite? Oder habe nur ich nach dem recht feurigen Kennlernritual von Herrn Lehmann und Katrin die Erwartungen zu hoch gesteckt und gedacht, das sind ja zwei auf ewig verbundene Naturintelligenzmolche und sexy oben drauf? Zugegeben, ich bin mir nicht sicher, ob ich nur vom Buch und nicht auch vom Film rede, doch hilft mir das jetzt auch nicht, mit der ganzen Entt&#228;uschung, die ich da abgekriegt habe, in der t&#252;rkischen Imbissbude.</p>

	<p>Genau so wenig wei&#223; ich, wieso ich Herrn Lehmann eigentlich beneide. Da arbeitet einer in einer Kreuzberger Kneipe, und wenn er nicht arbeitet, dann h&#228;lt er sich in Kneipen als Gast auf, hat Freunde, redet bisschen rum, beobachtet ein wenig, aber nicht zu genau, erlebt Sachen und wird dann vom Leben und von der Geschichte &#252;berrascht. Wieso finde ich das so beneidenswert? Steckt eine gewisse Freiheit dahinter oder eher nicht? Sind nicht geistig dauerpr&#228;sente Hochleistungstussis freier?</p>

	<p>Das Bild zog davon und lie&#223; mich erschaudern.</p>
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		<title>Besuch die Ungl&#228;ubigen mit erl&#228;uternden Brosch&#252;ren</title>
		<link>http://www.alcessa.com/2008/10/12/besuch-die-unglaeubigen-mit-erlaeuternden-broschueren/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Oct 2008 15:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Against All Reason]]></category>

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		<description><![CDATA[	Gesunde Ern&#228;hrung ist wichtig; ob Bio, &#214;ko, oder Natura, Mittelmeerkost oder Eskimo-Lebensweise, diese Bezeichnungen und auch viele andere ziehen den modernen Menschen in ihren Bann, dabei macht manch eine Ern&#228;hrungsumstellung als Nebeneffekt vor allem das Portmonee leichter.

	Es w&#252;rde oft reichen, wenn man &#252;ber die entsprechenden Texte und bunten Brosch&#252;rchen den eigenen gut ausgepr&#228;gten Sinn f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Gesunde Ern&#228;hrung ist wichtig; ob Bio, &#214;ko, oder Natura, Mittelmeerkost oder Eskimo-Lebensweise, diese Bezeichnungen und auch viele andere ziehen den modernen Menschen in ihren Bann, dabei macht manch eine Ern&#228;hrungsumstellung als Nebeneffekt vor allem das Portmonee leichter.</p>

	<p>Es w&#252;rde oft reichen, wenn man &#252;ber die entsprechenden Texte und bunten Brosch&#252;rchen den eigenen gut ausgepr&#228;gten Sinn f&#252;r sprachliche Irrealit&#228;ten gleiten lassen w&#252;rde &#8211; schon dadurch wird die Auswahl zwischen den vielen Ess-Dich-Gesund-Programmen garantiert pl&#246;tzlich viel einfacher. Mal angenommen Sie lesen gerade etwas, worin eine bestimmte K&#252;che als besonders gesund dargestellt wird. Ihr erster Selbstaufkl&#228;rungsversuch, frei nach Immanuel Kant, k&#246;nnte so aussehen: &#8211; Schnell das Internet her. Meinetwegen Wikipedia. Was steht da? Aaa-ja, bei der Mittelmeerk&#252;che handele es sich um einen Kochb&#252;cher-Konstrukt, der keiner bekannten Mittelmeerk&#252;chen-Realit&#228;t entspreche? Na gut, aber wenn es gesund ist&#8230;? &#8211; Gesund. Welche Begriffe werden denn verwendet, um das Gesunde zu unterstreichen? Vitamine? Viele Vitamine? Es wimmelt nur so von Vitaminen? Verd&#228;chtig. Nix wie recherchieren, wie es denn mit Vitaminen in den einzelnen erw&#228;hnten Lebensmitteln bestellt ist. Beispiel: wenn jemand behauptet, Mais w&#252;rde wertvolle Vitamine enthalten, so kann man die Person ruhig anrufen und ihr zwei Fragen stellen: Pellagra? Vitamin B3? Werden da auch andere Inhaltsstoffe mehrfach erw&#228;hnt? Beta-Carotin zum Beispiel? Ist bestimmt gesund, aber nur, wenn man kein Raucher und/oder Trinker ist. Wichtig bei allen Di&#228;ten und Ern&#228;hrungsempfehlungen sind auch: &#8211; Fette. Dabei scheint es fast, als w&#252;rde jede K&#252;che ihre eigene Fettquelle bis zum Tode vor den Gegnern verteidigen wollen. Oliven&#246;l! Butterschmalz! Lebertran! Margarine! Keine Margarine! Margarine leicht! &#8230; Verd&#228;chtig! Ein Allzweckfett soll man immer verd&#228;chtig finden. &#8211; Legenden. Genauso verd&#228;chtig sollte man die vielen Legenden aus den alten Zeiten finden. Spr&#252;che wie: Es ist allgemein bekannt, dass in alten Zeiten Operns&#228;nger vor ihren Auftritten Knoblauch in gro&#223;en Mengen verzehrten. Es kann ja sein, dass Knoblauch gut ist. Es ist aber eher wahrscheinlich, dass die armen Operns&#228;nger fr&#252;her ganz einfach keinen Zugriff auf Ricola hatten&#8230; &#8211; Krankheiten. Begriffe wie harntreibend, Verdauungsbeschwerden, Herz-Kreislauf- Erkrankungen sind, inflation&#228;r gebraucht, auch verd&#228;chtig. So wie es ganz bestimmt Krankheiten als zeitlich begrenzte Schlagworte gibt, so reagieren auch die Ern&#228;hrungsgurus ganz gern darauf und pflegen mit den Resultaten ihre Abs&#228;tze gesund. &#8211; Sonstige liebenswerten Ausdr&#252;cke und Spr&#252;che. Nix gegen Schmalz und Zucker, aber je s&#252;&#223;er es klingt, desto gr&#246;&#223;er ist die Wahrscheinlichkeit, dass man von den Ergebnissen einen dicken Hals bekommt. Und dann ist erstmal das b&#246;se Erwachen dran. Fazit: Auch als S&#252;nder sollten wir immer darauf achten, von wem wir uns die Erl&#228;uterung verpassen lassen.**</p>

	<p>&#8212;&#8212;&#8212;-</p>

	<p>*Besuch-die-Ungl&#228;ubigen-mit-erl&#228;uternden- Brosch&#252;ren ist der Name eines der Stadtw&#228;chter in Ankh-Morpork.</p>
	<p>**Es gibt einen Grund f&#252;r diesen Post und der ist, dass ich vor ein paar Monaten aus Ja-Sage-Gr&#252;nden die &#220;bersetzung so eines Textes &#252;bernommen habe und dann das Bed&#252;rfnis hatte, den Folgen wenigstens so entgegen zu wirken. Dieser Post wurde zun&#228;chst auf meinem Erstblog ver&#246;ffentlicht, jetzt auch hier.</p>
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		<title>Unliebsame &#220;berraschungen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 21:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Adipescent]]></category>

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		<description><![CDATA[	Zugegeben, gedacht h&#228;tt&#8217; ich&#8217;s mir nicht.

	Wo steht denn geschrieben, dass es automatisch geschieht, wenn man geheiratet hat und es nicht schafft, mit der Zeit deswegen ungl&#252;cklich zu werden?

	In Frauenmagazinen, ich wei&#223;, aber die les&#8217; ich nett.

	Also habe ich zun&#228;chst still und leise zugenommen, ohne es wirklich wahrgenommen zu haben. Wie das geht? Nun, mit denne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Zugegeben, gedacht h&#228;tt&#8217; ich&#8217;s mir nicht.</p>

	<p>Wo steht denn geschrieben, dass es automatisch geschieht, wenn man geheiratet hat und es nicht schafft, mit der Zeit deswegen ungl&#252;cklich zu werden?</p>

	<p>In Frauenmagazinen, ich wei&#223;, aber die les&#8217; ich nett.</p>

	<p>Also habe ich zun&#228;chst still und leise zugenommen, ohne es wirklich wahrgenommen zu haben. Wie das geht? Nun, mit denne Spiegeln ist bei mir dieselbe Story, wie mit den Frauenzeitschriften: da ist auch immer dasselbe drin und daher meistens uninteressant. Dachte ich.</p>

	<p>Bis meine Lieblingshose nicht mehr passte.</p>

	<p>Wie aus einer ehemals schlanken Lehrerin eine stattliche &#252;bersetzende Ehefrau, eine auff&#228;llig un&#252;berschaubare Pr&#228;senz wird, die Details dieser Entwicklung habe ich am Anfang schlicht verpennt. Bis ich dann mit der l&#228;cherlich kleinen Hose vor dem Spiegel stand und mich fragte, warum es pl&#246;tzlich so viel mehr von mir gab und wie ich damit leben sollte.</p>

	<p>Das ist keine triviale Frage: ich bin nicht besonders gefr&#228;&#223;ig und brauche kaum S&#252;&#223;igkeiten und vor Kummer l&#228;uft mir der Appetit weg und vermehrt sich nicht. Ich bin auch vegetarisch und obwohl ich inzwischen wei&#223;, dass die gr&#246;&#223;ten Pflanzen fressenden Saurier und einige der gr&#246;&#223;ten noch lebenden Tierarten viel gr&#246;&#223;er als gemeine Fleischfresser waren/sind, so kann ich noch heute keinen direkten Zusammenhang zwischen meiner Nahrungsaufnahme und der Gewichtzunahme erkennen. Dass ich jetzt pl&#246;tzlich fast jeden Tag zu Mittag esse, statt schnell unterwegs mal was runter zu w&#252;rgen, daran wird es zwar auch liegen, aber warum soll ich denn wegen v&#246;llig normaler Essrituale so viel zunehmen m&#252;ssen?</p>

	<p>Nun gut, jetzt aber zur&#252;ck zum Trivialen: da muss wieder mal eine Di&#228;t her. Am besten, wenn ich mal sturmfreie Bude habe, f&#252;r eine Woche oder so, dann kann ich nicht rumquengeln, falls ich zu strikt mit mir vorgehen sollte.<br />
Dann k&#246;nnte ich wieder mal vom Gem&#252;se, Kn&#228;ckebrot und Tofu leben. Der Witz dabei ist auch schon weggelaufen: das sind tats&#228;chlich, so zu sagen, meine Leibgerichte. Ich mag sie einfach. Ich kann sie schmackhaft zubereiten und sie bekommen mir. Genauso so, wie Bergwanderungen sonntags und Wohnzimmerfitness mittwochs, &#252;brigens.</p>

	<p>Komisch. Wie auch immer: Nachdem ich die ganze Garderobe schon ausgetauscht habe, habe ich jetzt keine Lust mehr, nach jeder W&#228;sche &#228;ngstlich zu gucken, ob ich die Hose noch &#252;ber die H&#252;ften kriege. Ich will auch nicht regelm&#228;&#223;ig neue Sachen kaufen m&#252;ssen, um wenigstens irgendwo rein zu passen. Und weil ich die alten nur schweren Herzens weggebe, wenn sie mir gefallen. Das Leben ist eh schon fl&#252;chtig genug, da wird man doch paar fixe Punkte in eigenen Schrank erwarten d&#252;rfen.</p>
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		<title>The Bourne Ultimatum</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 06:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alcessa</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Adventures]]></category>

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		<description><![CDATA[	Er war regelrecht dazu auserkoren worden, mein Opfer zu werden, so viel stand fest. Das Schicksal hatte an jenem Abend die Karten im Automaten nicht bedruckt und wir bekamen als Ersatzpl&#228;tze eine so genannte Kuschelbank in Reihe M. Das ist die Reihe mit der Stange davor, wohl als Schutzgel&#228;nder gemeint.

	Meiner Meinung nach musste es sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[	<p>Er war regelrecht dazu auserkoren worden, mein Opfer zu werden, so viel stand fest. Das Schicksal hatte an jenem Abend die Karten im Automaten nicht bedruckt und wir bekamen als Ersatzpl&#228;tze eine so genannte Kuschelbank in Reihe M. Das ist die Reihe mit der Stange davor, wohl als Schutzgel&#228;nder gemeint.</p>

	<p>Meiner Meinung nach musste es sich bei dem schlacksigen Mann, der so ganz allein den Sitz links von mir bewohnte, um einen Single handeln. Sauber und gepflegt sah er nur auf den ersten Blick aus, den zweiten wollte ich nicht. Mich qu&#228;lte ja auch was ganz Anderes, n&#228;mlich die riesige Popcornt&#252;te in seiner Hand. Es war auch nicht die T&#252;te, sondern die Ger&#228;usche, die beim Leeren derselben aus seinem Mund kamen. <em>Krc. Krc <span class="caps">KRC KRC</span> krc</em>. Ich wurde unruhig. Ich warf einen geheimen Blick auf die T&#252;te. Auch das noch: Gr&#246;&#223;e <span class="caps">XXL</span>. <em>Krc Krc Krc.</em> Mir war nat&#252;rlich klar, dass man Popcorn keinesfalls leise und stilvoll essen kann, dennoch dauerte es keine 5 Minuten, bis ich dem Single neben mir Mangel an Erziehung, dann Mangel an Frau und zu allerletzt Absicht unterstellte. <em><span class="caps">KRC KRC</span> krc krc.</em></p>

	<p>Um meinen Unmut zu verbergen, beklagte ich mich laut &#252;ber die Werbung, vor allem &#252;ber die Musik. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass ein aus den Lautsprechern qu&#228;kender Typ schon seit Monaten dasselbe schwarze Hemd tr&#228;gt oder anzieht oder was auch immer. Und dann das Gequieke von einem anderen bekannten S&#228;nger &#8211; sowas hat man zu Hause ja nicht. Zwischendurch merkte ich, dass der Ern&#228;hrungsenthusiasmus bei meinem Sitznachbarn abnahm. Er wurde langsamer und stiller. Ob er begriffen hat, was mich wirklich st&#246;rt? Nein. Der Kieferstillstand war vorl&#228;ufig, dann ging es weiter. <em>Krc krc krc</em>. Wieso um alles in der Welt wollten wir ins Kino.</p>

	<p>Ach so, um Jason Bourne zu sehen. Ein toller Typ, Matt Damon. Leise und flink. Und die Musik so laut, dass kein Popcorn der Welt sie durchdringen kann. Meinem sch&#228;bigen Sitznachbarn f&#252;r den Rest seines Lebens dennoch keine Chancen auf eine Partnerin gebend, entspannte ich mich und widmete mich dem Film. Bis der ach so unnachsichtig behandelte Single seine F&#252;&#223;e auf der Reling vor uns ablegte. In Kopfh&#246;he. Gro&#223;e F&#252;&#223;e, sie ragten in meinen Blickfeld und verstellten den ernsthaft aussehenden Mund von Nicky Parsons, als sie gerade das falsche Passwort durchgab. <em>Everest</em>. Leider bin ich nicht von der Sorte, die was sagt, wenn es die Umst&#228;nde eigentlich verlangen w&#252;rden. Abgesehen davon war ich mir sicher, er  w&#252;rde merken, dass es nicht nur seine F&#252;&#223;e sind, die mich st&#246;ren, sobald ich den Mund aufgemacht habe. Also legte ich meine (auch nicht gerade kleine) F&#252;&#223;e auch auf die Reling. Aber viel tiefer als er, nur der obere Teil von meinen schicken schwarzen Schuhen ber&#252;hrte die Stange. Ob das eine p&#228;dagogische Wirkung hat? N&#246;. Von wegen: Autos rasten unter seinen gro&#223;en F&#252;&#223;en vorbei, Jason Bourne pr&#252;gelte alles weg, was ihm in den Weg kann, Leute telefonierten, alles im Schatten zweier gro&#223;en Schuhe von jemandem, der von nichts wusste. Angeblich! Irgendwann lie&#223; er die F&#252;&#223;e runter, aber da war ich schon viel zu sehr in den Film vertieft und hatte mich an die zwei Schuhe als integrale Teile meiner Filmerfahrung gew&#246;hnt. Verdammte Singles. Sobald der Film vorbei war, schaltete er sein Handy ein.</p>
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